Kriterien für eine AKUT-Alarmierung

1. Das Kind ist minderjährig (max. 17 Jahre oder jünger).
2. Es handelt sich mutmaßlich um einen Entführungsfall.
3. Für die Gesundheit oder das Leben des Kindes besteht ein hohes Risiko.
4. Durch die Veröffentlichung von Informationen darf kein Risiko für das Kind entstehen.

Kriterien Alarmierung gefährdete Kinder

 

Es besteht ein unmittelbares signifikantes Gefährdungsrisiko für das vermisste Kind, aber der Fall erfüllt nicht die Kriterien für eine AKUT-Alarmierung.

 


KINDESENTFÜHRUNG

Zeit ist der wichtigste Faktor in kritischen Vermisstenfällen.

Umfangreichen Studien (u.a. 2006 Child Abduction Murder Study, Washington State Attorney General’s Office, USA), dass die

Überlebenschance in 76% der untersuchten Fälle, in denen Kinder entführt und getötet wurden, bei weniger als 3 Stunden lag.

AKUT - ALARMIERUNGSSYSTEM IN DEUTSCHLAND

 
Wir brauchen auch in Deutschland eine auf Landes- oder Bundesebene angesiedelte Experteneinheit der Polizei  die sich ausschließlich um die Einordnung und Bewertung eingehender Vermisstenfälle kümmert und zeitgleich als Single Point of Contact  sowohl den Informationsfluss nach außen, als auch den Hinweisrücklauf in diesen Akutfällen sicherstellt.
 
Die Öffentlichkeitsfahndung sollte, anders als in der derzeitigen Verfahrensweise, immer auch als gleichwertiges Fahndungsmittel zu allen übrigen, polizeilichen Maßnahmen in der Bearbeitung von Vermisstenfällen zur Verfügung stehen und im Akutfall entsprechend automatisiert und über bereits vorabgestimmte Kanäle zum Einsatz kommen.
 
Die Mehrheit unserer Nachbarländer hält eine solche Systematik vor und setzt diese auch gezielt in vergleichbaren Fällen ein. Sowohl die Niederlande 🇳🇱️ (https://www.amberalert.nl/), Polen🇮🇩️ (www.childalert.pl/), Frankreich 🇫🇷️ (www.alerte- enlevement.gouv.fr/), Tschechien 🇨🇿️(http://www.pomoztemenajit.cz/), Luxemburg 🇱🇺️(https://www.amberalert.lu/) und die Schweiz 🇨🇭️(www.entfuehrungsalarm.ch/) verfügen über ein landesweites Alarmierungssystem in Akutfällen vermisster Kinder, welches im Regelfall durch eine zentrale Beobachtungs- und Koordinierungseinheit der Polizei und/oder Justiz geführt wird, die zur Auslösung einer automatisierten Öffentlichkeitsfahndung befugt ist.
 
Die Systematik bedient sich hierbei mehrheitlich digitaler Kanäle, wie Außenwerbeflächen, öffentlicher Informationssysteme, mobiler Anwendungen, sowie automatisierter TV- und Radioaussendungen. Auch beispielweise Facebook selbst unterstützt dies bereits in mehreren Ländern durch automatisierte Meldungen über den Newsfeed an alle Nutzer in einem für die Suche relevanten Gebiet.
Zuletzt wurde dies bei unseren Nachbarn in Luxemburg eingeführt - in Deutschland aufgrund der fehlenden staatlichen Systematik bislang jedoch nicht.
 

Initiative Vermisste Kinder

Kehrwieder 8-9

 20457 Hamburg

Telefon: (040) 609454340

Telefax:  (040) 609454349

E-Mail: info@vermisste-kinder.de

 

 

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